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Susanne Auslender wurde 1964 in Saarbrücken geboren. 1980-82 folgte ein Aufenthalt in Brasilien. In den Jahren 1986-90 studierte sie Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Susanne Auslender nimmt an internationalen Bildhauersymposien teil. Sie ist Preisträgerin im Wettbewerb "Kunst vor Ort" der Stadt Offenbach und ihre Werke werden in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Die Bildhauerin Susanne Auslender hat das Figürliche von Anfang an zum Thema ihrer Kunst gemacht. Ein wichtiger Themenkomplex in ihrem Werk sind die Blumenstücke. In vielfältigen Varianten entsteht das zarte organische Naturerzeugnis Blume aus grob gesägtem Holz. Jede Blume für sich wird zum Formereignis. Aus manchen kubischen Holzpodesten wachsen Stiele und Blätter so eng nebeneinander, farblich Ton in Ton, dass sich die kompakte Materialität des Holzes erst in Blütennähe lichtet. Andere Blumen stehen frei auf dem Sockel. Bar jeglicher Festigkeit scheinen sie dahin zu taumeln. Sie haben in manchen Arbeiten längst den Boden unter den Füßen verloren und schweben direkt über dem Abgrund. Einige werden von den Nachbarblumen gestützt und gehalten. Ihre gestalterische Positionierung und Verknüpfung innerhalb der Gruppe ist es, was die Künstlerin interessiert. Mitunter hat man den Eindruck, als handele es sich hier um tänzerische Bewegungsstudien, deren Ordnung immer wieder von einzelnen Abweichlingen irritiert wird. Aus ganz unterschiedlichen Hölzern wie Zedernholz, Pflaume, Eiche, Eibe oder Rubinie schält die Elektrosäge diese vitalen Gestalten, die auch in die Horizontale gebracht ihren Kopf nicht hängen lassen. Spannung entsteht einerseits durch das Materie-Raum-Verhältnis, andererseits durch die Dialektik von diffiziler Bearbeitung und Leichtigkeit der Erscheinung. Eine weitere Werkgruppe Susanne Auslenders sind die "Paare". Hierzu finden sich sowohl großformatige Außenskulpturen als auch kleine Kabinettstücke. Dabei geht es vor allem um Aspekte des menschlichen Zusammenlebens, des Mit- und Gegeneinanders, die Auslender in symbolhafte Figurenkonstellationen umsetzt, indem sie einen quasi psychoanalytischen Blick auf Paarbeziehungen wirft. Neueste Arbeiten zeigen einen Dialog zwischen Mensch und Natur, verknüpft wird hier die menschliche Figur mit der Blumen- bzw. Pflanzenwelt. Es entsteht ein ganz eigener kleiner Kosmos, eine Szenerie, die Schlüsse auf die seelischen Innenwelten zulässt. |










